Überblick über Bilderglas

Normalglas

Als anorganisches Schmelzprodukt erstarrt Glas beim Abkühlen, ohne dass es zu einer Kristallbildung kommt. Die Schmelze besteht aus Quarz-Sand, Klaziumkarbonat, Natron und weiteren Zusatzstoffen. Früher wurde hauptsächlich Normalglas und entspiegeltes Glas für die Einrahmung verwendet. Normalglas glänzt und spiegelt, während entspiegeltes Glas Lichteinfall dämpft und streut, weil die Glasoberfläche durch eine Ätzung leicht angerauht ist. Grünglas mit einer Breite von 2 oder 3 mm ist das am häufigsten eingesetzte Bilderglas, bei dem die Schnittkanten einen starken Grünschimmer aufweisen, der auf die Eisenoxyd-Anteile zurückzuführen ist. Normalglas (klares Floatglas) glänzt mit 2-3mm Stärke, durch Materialeigenschaften entsteht ein schwachgrüner Farbton und dadurch eine leicht eingeschränkte Farbwiedergabe der Bilder.
Blendfreies Glas ist einseitig matt, wodurch sich kaum Spiegelungen ergeben. Die Bildschärfe, Licht und Farbwiedergabe sind jedoch eingeschränkt und bewirken eine etwas matte Farbigkeit. Bei einem Glasabstand durch ein Passepartout ist das Bild leicht verschwommen.
Wechselbildhalter rahmenlos ist das bei handelsüblichen Wechselrahmen am häufigsten verwendete Glas. Es handelt sich dabei in der Regel um ca. 1,7 mm starkes Floatglas. Es weist mehr Reflexionen als Antireflexglas auf und ist bruchgefährdeter als Acrylglas. Allerdings ist es sehr preiswert.

Acrylglas

Wechselbildhalter rahmenlos (Kunstglas) ist äußerst bruchfest und hat ein wesentlich geringeres Gewicht als Glas. Das Material ist farbneutral und hat eine sehr gute Durchlässigkeit für Licht, Farben und Bildschärfe und bietet 90 % UV-Schutz. Die Firma Röhm gibt für Plexiglas sogar 30 Jahre Langzeitgarantie. Acrylglas hat eine weniger gefährliche Schnittkante als Normalglas.
Das einseitig geätzte „Acrylglas UV 100 blendfrei“ der Firma Röhm verursacht kaum Spiegelungen. Die Bildschärfe, Licht und Farbwiedergabe sind zwar etwas eingeschränkt, der UV-Schutz beträgt dafür fast 100 %.
Acrylglas ist ein synthetischer, thermoplastischer Kunststoff. Es wird im Bilderrahmenversand gerne bei großen Rahmen verwendet. Es weist aber auch einige Nachteile auf. Es ist sehr kratzempfindlich, lädt sich elektrostatisch auf und zieht so den Staub an. Außerdem ist es teurer als Normalglas. Es lässt sich schwer reinigen (lesen Sie auch unsere Reinigungstips) und sollte nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein.

Museumsglas für höchste Ansprüche

Schott Mirogard® wird bei Einrahmungen für Originale, aber auch für Fotos verwendet, bei denen es auf perfekte Entspiegelung, Farbtreue und hohen konservatorischen Schutz ankommt. ankommt. Bei diesem Glas handelt es sich eine interferenzoptische Entspiegelung, die praktisch keine Reflexionen zulässt. Es ist allerdings wesentlich teurer als einfaches Antireflexglas.
Durch interferenzoptische Tauchbeschichtung bietet das Museumsglas Mirogard Magic eine sehr gute Durchlässigkeit für Licht, Farben und Bildschärfe und ist nahezu reflexionsfrei. Es gibt weitere Mirogard-Gläser mit einem hohen UV-Schutz, sie sind auch als Verbundglas lieferbar.Weitere Informationen zu Bilderglas finden Sie Alurahmen Roggenkamp K

Rahmenlose Bildhalter

Rahmenlose Bildhalter können mit den genannten Glasarten ausgestattet werden. Sie lassen das zu rahmende Motiv in seiner Wirkung unverändert. Bei Gebrauchsfotografie, Architekturentwürfen, technischen Zeichnungen oder Ähnlichem kann dies manchmal erwünscht sein. Auch bei öffentlichen Präsentationen, die einen optmalen Schutz für solche Motive oder Originale verlangen, sind rahmenlose Bildhalter eine gute Wahl. Rahmenlose Bildhalter sind außerdem eine sehr günstige Wahl, wenn ein Mindestmaß an Präsentation und Schutz für Motive gewährleistet werden soll und nur ein geringes Budget zur Verfügung steht. Als Standardausführung gibt es sie bereits zu einem sehr günstigen Preis mit Normalglas und Antireflexglas.
Sie können aber auch auf Maß zugeschnitten werden und mit hochwertigem Museumsglas und einer leicht zu bedienenden, aber äußerst stabilen, Wechselfunktion ausgestattet und somit eine Einrahmung darstellen, die beiden Funktionen einer Einrahmung, nämlich Schutz und Ästhetik, gerecht wird.